MTB Alpencross 2026


1. Teilnehmer
  • Siegfried Dörsch (Tourenplanung und Organisation)
  • Armin Bieringer
  • Alexandra Bieringer
  • Helmut Göttler
  • Stefan Hartnagel
  • Benny Botsch
  • Andreas Gundacker
  • Robin Dörsch


2. Streckenübersicht

Der Alpencross 2026 führte in sechs Etappen von Krün durch Tirol und Südtirol bis nach Kaltern.

Gesamtdaten:

  • Strecke: ca. 397 km
  • Höhenmeter: ca. 7.800 Hm
  • Dauer: 6 Etappen
  • Zeitraum: 01.08.2026 bis 06.08.2026



Etappe 1 – Krün nach Wiesing

Datum: 01.08.2026
Ziel: Wiesing, Inntal
Distanz: ca. 74 km
Höhenmeter: ca. 1.530 Hm
Tiefenmeter: ca. 1.850 Tm
Fahrzeit: ca. 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer

Da wir bereits am Freitag alle Fahrzeuge beladen hatten, konnten wir am Samstag, den 01.08.2026, pünktlich um 05:00 Uhr starten. Die Anreise mit zwei PKW verlief problemlos und kurz nach 08:00 Uhr erreichten wir Krün, wo zunächst eine Kaffeepause auf dem Programm stand.

Anschließend fuhren wir zum Parkplatz an der Isar, luden die Räder aus und bereiteten alles für den Tourstart vor. Gegen 09:00 Uhr ging es entlang der Isar flussaufwärts Richtung Vorderriß. Von dort führte die Strecke nach Süden über Hinterriß, den Großen Ahornboden und die Eng.

Nach einer ersten kurzen Rast begann der anspruchsvolle Aufstieg zur Binsalm, wo wir unsere erste größere Pause einlegten. Die ersten schwierigen 300 Höhenmeter waren geschafft. Gut gestärkt machten wir uns anschließend an den steilen Anstieg zum Lamsenjoch auf knapp 2.000 Metern.

Kurz vor dem Ziel verschlechterte sich das Wetter jedoch deutlich. Der letzte Kilometer zur Lamsenjochhütte verläuft nur noch auf einem schmalen Pfad, weshalb wir die Räder schieben mussten. Dabei wurden wir von einem aufziehenden Gewitter eingeholt und trotz Regenbekleidung ordentlich durchnässt.

Da sich unsere drei Bio-Biker noch deutlich hinter uns befanden, warteten wir etwas angespannt in der Hütte. Nach etwa 50 Minuten kamen jedoch alle wohlbehalten, wenn auch völlig nass, an. Glücklicherweise besserte sich das Wetter bald wieder und sogar die Sonne zeigte sich erneut.

So stand der langen, aber anspruchsvollen Abfahrt auf losem Schottermaterial ins Inntal nach Schwaz nichts mehr im Wege. Unten angekommen waren bereits alle wieder trocken und wir fuhren weiter zu unserer ersten Unterkunft nach Wiesing.



Etappe 2 – Wiesing ins Krimmler Tauerntal zum Krimmler Tauernhaus

Datum: 02.08.2026
Ziel: Krimmler Tauernhaus
Distanz: ca. 75 km
Höhenmeter gesamt: ca. 2.630 Hm
gefahren: ca. 1.470 Hm
Tiefenmeter: ca. 1.620 Tm
Fahrzeit: ca. 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Besonderheit: Seilbahn in Zell

Nach dem gelungenen Auftakt hatten alle den ersten Tag gut überstanden und ausreichend Schlaf gefunden. Deshalb konnten wir bereits kurz nach 08:00 Uhr wieder aufbrechen.

Die Strecke führte zunächst recht flach durch das Zillertal bis nach Zell am Ziller. Dort nahmen wir die Rosenalmbahn und überbrückten die ersten Höhenmeter bequem per Seilbahn.

Von der Bergstation aus ging es über Schotterwege weiter Richtung Gerlos und um den Durlaßboden-Stausee. Anschließend folgte die Auffahrt über die Gerlospassstraße bis nach Hochkrimml. Dort wartete bereits der erste schöne Trail des Tages, der uns hinunter nach Krimml führte.

Von Krimml aus begann schließlich der Schlussanstieg entlang der beeindruckenden Krimmler Wasserfälle durch das Krimmler Achental bis zum Krimmler Tauernhaus, unserem Tagesziel.



Etappe 3 – Krimmler Tauernhaus nach Gais

Datum: 03.08.2026
Ziel: Gais
Distanz: ca. 60 km
Höhenmeter: ca. 1.120 Hm
Tiefenmeter: ca. 1.900 Tm
Fahrzeit: ca. 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer
Charakter: Trail

Der dritte Tag begrüßte uns mit bestem Bergwetter auf 1.630 m Höhe. Zunächst verlief die Strecke flach weiter durch das Krimmler Tauerntal, bevor wir nach etwa 20 Minuten ins Windbachtal Richtung Krimmler Tauernübergang abbogen.

Was anfangs noch gut fahrbar war, entwickelte sich bald zu einer rund zweistündigen Schiebepassage. Für die Bio-Biker war dies zwar etwas einfacher, doch mithilfe der Schiebehilfen kamen auch die E-Bikes gut voran. Schließlich erreichten alle Teilnehmer den Übergang auf 2.634 m und genossen die fantastische Aussicht bei bestem Wetter.

Nach einem kurzen Abschnitt bergab, der ebenfalls geschoben werden musste, konnten wir die Abfahrt endlich fahrend genießen. Doch dann begann eine Serie von Reifenschäden, die uns noch lange beschäftigen sollte. Bereits beim Aufstieg hatten wir einen Platten, auf der Abfahrt kamen weitere sechs bis sieben hinzu, meist verursacht durch sogenannte Schlangenbisse.

Insgesamt verloren wir dadurch rund zwei Stunden. Entsprechend sank bei einigen Teilnehmern die Stimmung, was durchaus nachvollziehbar war.

Nach einer kurzen Pause auf der Hinteren Tauernalm absolvierten wir die letzten Kehren talwärts. Aufgrund der verlorenen Zeit entschieden wir uns anschließend für die Straßenvariante und erreichten mit teils über 60 km/h das Hotel Innerhofer in Gais. Gegen 17:00 Uhr waren wir am Ziel. Robin nutzte zuvor noch einen Zwischenstopp in einer BikeWerkstatt in Mühlen, um einen Schaden reparieren zu lassen.

Trotz aller Pannen ließen wir den Tag bei einem schönen gemeinsamen Abend ausklingen.



Etappe 4 – Gais nach Arabba

Datum: 04.08.2026
Ziel: Arabba
Distanz: ca. 73 km
Höhenmeter gesamt: ca. 3.220 Hm
gefahren: ca. 1.490 Hm
Tiefenmeter: ca. 2.650 Tm
Fahrzeit: ca. 7 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer

Der vierte Tag begann zunächst gemütlich und führte flach bis nach Bruneck. Von dort ging es jedoch direkt steil hinauf nach Reischach zur Seilbahn, die uns auf den Kronplatz auf 2.250 m brachte.

Oben angekommen legten wir bei unseren Freunden auf der Corones Hütte eine Kaffeepause ein. Danach führte uns der Furkeltrail hinunter nach St. Vigil.

Wegen einer Mure, die drei Tage zuvor abgegangen war, mussten wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Anschließend führte die Strecke stetig leicht ansteigend bis nach Pederü.

Dort begann der lange und anspruchsvolle Anstieg zur Faneshütte. Nach einer wohlverdienten Pause ging es weiter über das Limojoch auf 2.160 m und anschließend wellig zum Col de Locia. Die folgende Abfahrt war zunächst äußerst steil und nicht fahrbar, sodass erneut geschoben werden musste.

Weiter unten wurde der Trail wieder fahrbar. Robin und Benny testeten dabei unfreiwillig die Stabilität ihrer Lenker und stiegen ungeplant über diese ab. Glücklicherweise blieb alles ohne Folgen.

Von dort führte die Strecke weiter hinunter nach St. Kassian, wo wir die Seilbahn auf den Piz Sorega nutzten. Nach einer kurzen Abfahrt nahmen wir die letzten 200 Höhenmeter zur Pralongià-Hütte auf 2.109 m in Angriff.

Ein langer Trail brachte uns schließlich über den Campolongo-Pass nach Arabba, unserem Tagesziel.



Etappe 5 – Arabba zum Karerpass

Datum: 05.08.2026
Ziel: Karerpass / Karer See
Distanz: ca. 50 km
Höhenmeter gesamt: ca. 1.860 Hm
gefahren: ca. 1.000 Hm
Tiefenmeter: ca. 1.500 Tm
Fahrzeit: ca. 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: schwer
Charakter: viele Trails

Die fünfte Etappe begann in Arabba mit der Auffahrt zur Porta Vescovo auf rund 2.250 m Höhe.

Von dort führte ein steiler Fahrweg zunächst bergab, ehe wir auf einem leicht ansteigenden Trail die Pordoipassstraße erreichten. Die letzten Höhenmeter zum Passo Pordoi auf 2.239 m legten wir auf der Straße zurück.

Anschließend folgte ein langer und anspruchsvoller Trail hinunter nach Canazei. Ab dort verlief die Strecke überwiegend auf einem Radweg und führte stetig bergab bis nach Moena.

Dort stand zunächst eine wohlverdiente Pause mit Pizza auf dem Programm. Danach wartete nochmals ein steiler Schlussanstieg über rund 550 Höhenmeter zum Karerpass.

Kaum angekommen, setzte Regen ein. Die gute Stimmung konnte dies jedoch nicht trüben. Stattdessen genossen wir einen äußerst gemütlichen Abend auf einer urigen Hütte.



Etappe 6 – Karer See nach Kaltern

Datum: 06.08.2026
Ziel: Kaltern
Distanz: ca. 65 km
Höhenmeter: ca. 1.200 Hm
Tiefenmeter: ca. 2.390 Tm
Fahrzeit: ca. 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht

Die letzte Etappe startete am Karerpass und führte zunächst über Schotterwege und Trails am Karer See vorbei nach Obereggen.

Von dort ging es hinauf zur Epircher Laner Alm und anschließend wieder hinunter, bevor der nächste Anstieg auf Asphalt zum Lavazè Joch auf 1.808 m folgte. Danach führte die Strecke weiter ansteigend bis nach Jochgrimm auf rund 2.000 m Höhe.

Ab Jochgrimm ging es über abwechslungsreiche Wege, Trails und die ehemalige Fleimstaler Bahntrasse stetig bergab bis auf etwa 200 m Höhe.

Zum Abschluss warteten noch einmal rund 200 Höhenmeter bis nach Kaltern. Dort wurden wir mit Wein und einer Brotzeit herzlich empfangen. Obwohl es erneut regnete, verbrachten wir zwei schöne Stunden gemeinsam, bevor wir zu unserem Hotel fuhren.

Damit endete der Alpencross 2026 am Kalterer See beziehungsweise in Kaltern.

Am Freitag traten schließlich sechs Teilnehmer die Rückfahrt mit einem Shuttlebus nach Krün an, um die Fahrzeuge abzuholen.



Fazit

Der Alpencross 2026 war für alle Teilnehmer eine gelungene Tour. Anspruchsvolle Anstiege, abwechslungsreiche Trails, technische Herausforderungen, beeindruckende Landschaften und viele gemeinsame Erlebnisse sorgten für sechs unvergessliche Tage in den Alpen. Trotz einiger Wetterkapriolen und technischer Probleme überwog vor allem eines: der Spaß am gemeinsamen Abenteuer.

Ein großes Dankeschön möchten wir, im Namen der gesamten Gruppe, an Siggi Dörsch richten, der sich um die komplette Planung der Touren und die Organisation (Unterkünfte, Transport, usw.) gekümmert hat und während der Tour als Guide fungierte.

Robin Dörsch





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